Höxter/Köln. Die vielfältigen Aufgaben und die reichen Ergebnisse der Archäologie in Nordrhein-Westfalen illustriert die Landesausstellung “Fundgeschichten” im Römisch-Germanischen Museum Köln. Zu den Zeugnissen vergangener Alltagskultur und Lebenswelt, die in Köln zu sehen sind, gehören auch beispielhafte Funde, die von der Stadtarchäologie Höxter bei den Untersuchungen im Vorfeld der Sanierung des Heisterman von Ziehlbergschen Adelshofes in der Altstadt geborgen werden konnten.
Im seinem Textbeitrag zu dem Katalog, der zu der Landesausstellung erschienen ist, erinnert Stadtarchäologe Andreas König an die näheren Umstände der Ausgrabung. Bei den Nachforschungen in den durch Bauarbeiten gefährdeten Bereichen wurde 2005 unter anderem ein großer, im Hof zwischen den Gebäuden Westerbachstraße 35 und 37 gelegener Kloakenschacht mit einer Tiefe von 8,5 Meter und einem inneren Durchmesser von 1,8 Meter entdeckt.
Dieser Schacht wies, wie König darlegt, eine durchgängige Schichtenabfolge vom späten 16. bis ins späte 18. Jahrhundert auf. Er barg mehrere Zentner zerbrochener Glas- und Keramikgefäße, die auf diese Weise entsorgt worden waren. “Für die Erforschung der Sachkultur im Oberweserraum in der frühen Neuzeit handelt es sich hierbei zweifellos um einen Schlüsselkomplex”, hebt der Archäologe hervor. Im Forum Jacob Pins sind die Ausgrabungsergebnisse sowie auch die Geschichte des Adelshofes dokumentiert. Read the rest of this entry »